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Sehenswürdigkeiten in Gronau |
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Sehenswürdigkeiten in GronauWasserturmDer Wasserturm gilt als Wahrzeichen von Gronau. Er wurde im Jahre 1903 erbaut und veränderte seither die Silhouette der Stadt. Da im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts die Bevölkerung sehr rasch und stark anstieg, war eine ausreichende Wasserversorgung aller Bürger mit der bisherigen Infrastruktur nicht mehr gewährleistet. So wurde der Bau des Wasserturmes beschlossen. Die Wahl des Standortes war einfach. Am damaligen Rande der Stadt Gronau gab es im Boden ein hohes Trinkwasservorkommen. So war der Bau beim Stadtpark die richtige Lösung. Im Turmkopf wurde der Wasserbehälter hoch über der Erde errichtet und sorgte somit für einen steten Druck im Netz der Wasserleitungen. Mit einem hohen Fassungsvermögen von 250 m³ war so die Wasserversorgung der Bürger gesichert. Erst im Jahre 1967 wurde der Wasserturm von seiner wichtigen Aufgabe entbunden, da die inzwischen modernere Versorgungstechnik die Arbeit übernommen hatte. Der Turm wurde stillgelegt. Glücklicherweise blieb ihm das Schicksal erspart, das viele überdrüssige Wassertürme erreicht – er wurde nicht abgerissen, sondern blieb der Stadt Gronau als Wahrzeichen erhalten. Stand er die ersten Jahre eher als nutzloses Gebäude herum, bekam er im Jahre 1994 endlich eine neue Aufgabe. In Zusammenarbeit mit den Gronauer Stadtwerken wird der alte Wasserturm nun wieder vielfältig genutzt. Zahlreiche Lesungen und Seminare finden mittlerweile in den Räumlichkeiten des Turms statt. Weiterhin werden beinahe täglich Besichtigungstermine angeboten, bei denen der Besucher alles über die Geschichte des imposanten Turms erfährt. Eine weitere Besonderheit des Bauwerks: seit dem Jahre 1999 beherbergt der Turm eine Zweigstelle des Gronauer Standesamtes und wartet auf die zukünftigen Eheleute. TierparkSeit über 50 Jahren ist der Tierpark in Gronau zu finden. Er ist dem großen Stadtpark angegliedert, der noch vor dem Ersten Weltkrieg am romantischen Ufer der Dinkel errichtet wurde. Der Park bietet vielen Tieren ein Zuhause und lädt dazu ein, die verschiedenen Arten zu entdecken und kennen zu lernen. Besonders die unterschiedlichen Vogelarten sind im Gronauer Tierpark sehr beliebt. Ob Eulen, Greifvögel oder auch Flamingos, der kleine Zoo legt großen Wert auf die Artenvielfalt aller Tiere. Die Gänse finden den größten Anklang bei den kleinen Besuchern – begeistert beobachten und füttern sie die schnatternden Tiere. Auch die beliebten Wildkatzen, die Luchse, leben im Tierpark in Gronau und sind ein rechter Publikumsmagnet. Fasziniert stehen die Besucher an deren Gehege und bestaunen die Eleganz der großen Katzen mit den Pinselohren. Nicht stören lassen darf sich der Besucher von den Ponys, die frei auf dem Gelände herumlaufen und schmusen wollen. Doch nicht nur faszinierende Tiere sind in dem Park zu entdecken, weiterhin gibt es dort einen romantischen Teich mit einem Springbrunnen, der mit seinen bequemen Bänken dazu einlädt, die Enten mit Brotkrumen zu füttern. Auch für die Kinder gibt es weitere Angebote: zwei Spielplätze sind im Tierpark zu finden, die alles bieten, was das Kinderherz begehrt. Nicht nur Schaukel, Wippe und Co., sondern auch eine Skateboardbahn zaubert ein Leuchten in die Kinderaugen. Im Winter gibt es zusätzlich die Möglichkeit, auf einem Schlittenhügel zu rodeln, was das Zeug hält. Weiterhin ist im Park ein wunderschöner Rosengarten angelegt, der bei Erwachsenen so manch romantisches Gefühl wiedererweckt. Kloster BardelDas Kloster Bardel in Gronau kann eine großartige Geschichte aufweisen. Als eine Niederlassung des Ordens der Franziskanermönche, wurde mit dem Bau im Jahre 1922 begonnen. Obwohl das Geld knapp war, wurde noch im gleichen Jahr die Klosterschule mit Internat gebaut, die im Sommer des Jahres 1923 eröffnet und mit 21 Schülern in Betrieb genommen wurde. Doch der Frieden im Kloster hatte nicht lange Bestand – die Nazis beschlossen im Jahr 1939 die Schließung der Schule. Der damalige Schulleiter weigerte sich jedoch, die Gebäude den Gefolgen Hitlers zu überlassen und so wurde das Kloster gewaltsam gestürmt. In den folgenden Jahren wurde das Gebäude zu verschiedenen Zwecken genutzt, beispielsweise als Unterkunft für Zwangsarbeiter. In der Nachkriegszeit besetzten erst die englischen Militärtruppen das Kloster, bevor es im Jahr 1946 erstmals wieder zur Schule wurde, damals noch für Flüchtlingskinder. 43 Jahre diente das Kloster Bardel nun als Schule, bis im Jahr 1989 das Internat geschlossen werden musste. Fortan lebten wieder die Franziskanermönche im Kloster mit dem angeschlossenen Gymnasium. Bis heute sind es 12 Franziskaner, die die Klosteranlage verwalten und leiten und im Jahre 2002 den ehrbaren Titel "International College of Cambridge for Science and the Arts" für das Gymnasium erhielten. Weiterhin sind die Mönche bemüht, eine Verbindung zwischen Deutschland und Brasilien herzustellen und somit brasilianischen Kindern aus der Unterschicht eine Zukunft zu bieten. Die wunderschöne Klosteranlage, die von einem weitläufigen Naturgebiet umgeben ist, zeigt ihre Spuren aus den vergangenen Zeiten und ist immer einen Besuch wert. Auch der herrliche zugehörige Klostergarten lädt zum Verweilen ein. Rock’n’popmuseumIm westfälischen Gronau gibt es eine Sensation, die europaweit einzigartig ist: das rock’n’popmuseum. Dieses Museum bringt dem Besucher die Geschichte der Pop- und Rockmusik im 20. Jahrhundert näher. Dabei kommen hochmoderne Medien zum Einsatz, die selbst den größten Technikbegeisterten noch staunen lassen werden. Das Team des Museums bezeichnet sein Werk als „Forum der Popkultur und ihrer künstlerischen Vielfalt“ – doch was heißt das genau? In der Dauerausstellung des Museums findet der Besucher die Lösung. Los geht die aufregende Reise im Erdgeschoss, wo die große Konzerthalle für Auftritte von Künstlern und für andere Veranstaltungen bereitsteht. Dort sind unter Anderem interessante Vitrinen zu finden, in denen wertvolle Artefakte der Popgeschichte liegen. Beispielsweise ein Teil des Bühnenoutfits des legendären Jimi Hendrix oder ein Originalmikrofon der unsterblichen Beatles – nur ein kleiner Teil der Sensationen, die den Besucher erwarten. Weiter geht es in das Untergeschoss, wo die Welten „Emotionsbereiche“ und „Zeitschiene“ zu finden sind. An interaktiven Informationsstellen können tanzender- und singenderweise interessante Daten und Fakten eingeholt werden. Ein weiteres Highlight des rock’n’popmuseum ist das so genannte Klanglabor. Dort hat der Besucher die Möglichkeit, eigene Songs zu verfassen und aufzunehmen. In diesem kleinen Tonstudio können Gesänge, Beats, Klänge und Bässe zusammengestellt werden, wobei der Besucher die Wahl zwischen 15 Millionen verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten hat und sogar selbst zusätzliche Töne und Geräusche aufnehmen kann. So kann jeder zum Produzent und Aufnahmeleiter seines eigenen Songs werden. Das Klanglabor ist in ganz Deutschland bekannt und beliebt und konnte bereits einige Preise einheimsen – und bildet somit die unschlagbare Sensation des rock’n’popmuseum in Gronau. DrilandmuseumDas Drilandmuseum in Gronau ist in einem gut erhaltenen Gebäudeteil des Rathauses der Stadt Gronau zu finden, das im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört wurde. Das Museum zeigt dem Besucher die „Regionalgeschichte im Zeitraffer“. Von der frühesten Geschichte der Erde bis hin zur Neuzeit können Artefakte, Dokumente und Ausgrabungen besichtigt werden. Als erstes kann der Besucher die Entstehung von Salz und Kohle im Gronauer Raum bewundern, sowie archäologische Ausgrabungen. Den Höhepunkt dieser faszinierenden Ausstellung bildet ein Nachbau eines Schlangenhalssauriers, der Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt und ausgegraben wurde und dessen Ebenbild nun groß und stolz im Ausstellungsraum des Drilandmuseums steht. Weiter geht die Reise in die Eiszeit – die ersten menschlichen Spuren wie Werkzeuge und Geräte werden hier gezeigt und belegen eindrucksvoll, wie Menschen in der damaligen Zeit überleben konnten. Ebenfalls hat das Museum viele Artefakte aus dem Mittelalter zu bieten, hier stechen besonders die kunstvoll gefertigten Gefäße aus Keramik hervor. Ein Modell der Stadt namens „Gronau 1600“ zeigt dem Besucher die Entwicklung der Festung zu einem Zufluchtsort für religiös Verfolgte. Ein weiterer großer Teil des Drilandmuseums befasst sich mit der industriellen Revolution. Die Anfänge, die aus einzelnen Webstühlen in den Wohnzimmern der Arbeiter bestanden, werden ausführlich behandelt, ebenso wie die Entwicklung von großen Fabriken. Dazu werden anschauliche Bilder gezeigt, die den Betrachter in die alten Zeiten zurückversetzen. Auch die Entstehung der Eisenbahnlinie, mit der die Gronauer Industrie ihren nächsten Aufschwung fand, wird mit alten Fotografien dokumentiert. Ob Großmutter oder Jugendlicher, das Drilandmuseum in Gronau bietet für jeden Geschmack die richtige Ausstellung. | |
Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Gronau (Westf.)
Bundesland:
Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk:
Münster
Landkreis:
Borken
Höhe:
27 m ü. NN
Fläche:
78,73 km²
Einwohner:
46.549
Autokennzeichen:
BOR
Vorwahl:
0 25 62 0 25 65
Gemeinde-
schlüssel:
05 5 54 020
